Montag, 14. August 2017

Die Sonne ist zurück!

Juchhu!

Und weil das so schön passt,zeige ich bunte Bilder!
Kein Sommer ohne ein Besuch auf der Cranger Kirmes - mein Freund ist im Ruhrgebiet aufgewachsen und jedes Jahr zieht es ihn nach Herne - auf die Cranger Kirmes. seit einigen Jahren auch mich. Zu schön ist ein Bummel über die Kirmes, neue Fahrgeschäfte bestaunen, Fotos machen und etwas Leckeres essen, was es so  nur dort gibt.









Gestern ist die 582. Cranger Kirmes zu Ende gegangen. Wir waren am Samstag, 5. August dort, zunächst bei schönem sommerlichen Wetter, nach zwei Stunden änderte sich das Wetter, der Himmel bewölkte sich sehr schnell und Dauerregen setzte ein. Aber für ein paar bunte Bildchen hat es gereicht..

Die Cranger Kirmes ist das zweitgrößte Volksfest nach dem Münchener Oktoberfest. Nächstes Jahr sind wir wieder dabei..


Samstag, 5. August 2017

Auf der Festwiese

Schon sind wir in der ersten August-Woche und ich bin schon in leichter Spätsommerstimmung...
Diese Sonnenblume ist allerdings längst verblüht, denn  das Foto habe ich am Samstag, 24. Juni, gemacht. Das war der Tag, auf den ich mich sehr gefreut hatte: Der Vorabend zur Primiz meines Sohnes bei uns zu Hause!


Tage und viele Wochen vorher waren mit Vorbereitungen und der Planung dieses Abends ausgefüllt. Die eigentliche Festwoche war heiß - zum Einen, waren die Temperaturen um die 30-Grad-Marke, zum Anderen war es eine stramme Arbeitswoche. Am Dienstag, 20. Juni, wurde von fleißigen Frauen der "Kranz" für den Eingangsbereich gebunden, auf einem 12 m langen Seil. Außerdem besteckten die Frauen einen Rund- Bogen. Das Grün für den Kranz, frisch geschnittene Nobilis-Tanne, sonst sehr stabil und nicht nadelnd, ließ zwei Tage später schon die Spitzen hängen. Den Bogen besteckten wir mit Taxus-Grün. Am Donnerstag wurde dann unter reger und fleißiger Dorfbeteiligung "gekränzt". Die 600 benötigten Seidenpapierrosen sind alle handgemacht.
Danke dafür noch mal an Anke, die uns, 10 Frauen an der Zahl, im März und April im Rosenfertigen geschult hatte!



Alle Gäste kommen durch diesen Eingangsereich auf die "Festwiese".

Die nachfolgenden Bilder sind vom Samstagvormittag. Alles ist aufgebaut. Das Zelt, ein professionelles Partyzelt - 6 m x 12 groß, war mit rund 10 Männern ebenfalls am Donnerstag auf die Wiese gestellt worden. 16 Bierzeltgarnituren und 10 Stehtische, sowie 30 Stühle standen für Gäste und Musiker bereit. Die Getränke ruhten sich im Kühlwagen aus, darunter rund 300 Liter süffiges Kölsch und mehrere Kartons vom leckeren Weißwein von der Ahr.
Um die Dekoration hatte sich meine Freundin Marie-Luise gekümmert, auch hierfür noch mal ein herzliches Danke. Auf den Fotos fehlen noch die 24 Weckgläser als Windlichter.

Beim nachträglichen Betrachten der Bilder fällt mir auf, dasss sich mein Rasenpflege-Einsatz mehr als gelohnt hat! Kein Moos und in weiten Bereichen auch kein Unkraut, sondern satter gesunder Rasen. Und das bei dem heißenWetter im Juni! Ringsrum "verbrannter" bräunlicher Rasen - auf unserer Festwiese dagegen leuchtend grün! Hach, das ist schon schön und tatsächlich jetzt immer noch so!











Gegen 19.00 Uhr ist es so weit: der Empfang beginnt. Wir warten am Haus auf die Ansprache eines Dorfältesten. Viele viele Leute haben sich eingefunden, aus dem Dorf, Freunde, Bekannte, Verwandte, Weggefährten von Michael, Leute von Nah und Fern.



Im Namen der Dorfgemeinschaft wird das Geschenk überreicht: ein Stehpult aus Lindenholz, gefertigt von einem Schreiner aus dem Ort.
Der Kirchenchor singt und der Schießclub stopft mit Schwarzpulver fünf "Katzenköppe" und böllert Salut - man hört es noch einige Dörfer weiter.
So ist es bei uns Tradition.


Anschließend bitten wir als Familie alle zum Mitfeiern auf unsere Festwiese



Unser recht großer Garten füllt sich.. hier zeige ich nur eine Auswahl.

Musik gibt es auch! Eine Stunde lang spielt das Siegtaler Bläsercorps einen breiten Querschnitt durch ihr Repertoire.
Sohn und Tochter spielen einige Stücke auch mit - welche Freude.











Beachtet das gestickte Logo: Drei von fünf (ich gehöre auch dazu) "Dällerinnen"
😊😊😊😊😊

und hier mit meinen lieben Freundinnen Marlies und Cilli
von "weiter her"
😍😍😍.













Der Vorabend zur Primiz war ein wunderschöner Sommerabend!

Bedanken möchte ich mich auch hier noch mal bei allen, die zum Gelingen dieses großartigen Abends beigetragen haben! 

Alles Gute für euch-
meine Leser! 
💚




Mittwoch, 19. Juli 2017

Ja... es geht hier weiter! Ich melde mich mal aus der Versenkung und zeige weitere Bilder von den Feierlichkeiten.
Nach der Weihe im Kölner Dom sind wir wenige Minuten zu Fuß ins Erzbischöfliche Priesterseminar gegangen, dort war ein Empfang für alle frisch geweihten Neupriester im engen Familien- und Freundeskreis ausgerichtet. (Die beiden ersten Bilder vom Seminar zeigen den Innenhof, allerdings wurden dieses Fotos schon vor einigen Wochen gemacht)
Bei schönstem Wetter fanden sich alle  draußen ein, obwohl auch in den Räumlichkeiten auch die Möglichkeit bestand drinnen zu feiern. Vom reichhaltigen Büffet habe ich leider keine Fotos gemacht. Überhaupt haben mein Freund und ich nur wenige Bilder gemacht. An diesem Abend stand vielmehr die freudige Begegnung im Vordergrund. An jenem wichtigen Tag ging es mir leider nicht gut. Es war ein sehr warmer Tag, von Kopf- und Magenschmerzen geplagt, war ich zwar glücklich, aber auch froh am späten Abend nach Hause zu kommen,
Der Tag der Priesterweihe meines Sohnes ist ein großes Ereignis - anstrengend und wird mir immer in besonderer Erinnerung bleiben.











Montag, 3. Juli 2017

Die Feierlichkeiten

sind nun vorbei. 
Mein Sohn wurde am Freitag, 23. Juni, im Hohen Dom zu Köln durch Erzbischof Rainer Maria Kardinal Woelki mit acht Mitbrüdern zum Priester geweiht.
In einer Zeit, wo die Zahl der katholischen Priester beständig zurückgeht, wird ein solches Ereignis groß gefeiert.
Aus unserer Pfarrei sind schon viele Priester hervorgegangen - 10 in 40 Jahren und bei vielen Priesterweihen war ich dabei, noch im letzten Jahr, als fünf Diakone geweiht wurden. 
Ihre Weihe ist ein Sakrament, also heilig — quasi durch Gott selbst vollzogen.

Am Tag der Weihe geht es mir nicht gut. Mit Kopfschmerzen aufgestanden, kein Wunder, denn bereits am frühen Morgen muss ich mich mit Dingen für die Feier am Samstagabend auf unserer "Festwiese"  beschäftigen... der Toilettenwagen und der Kühlwagen für die Getränke werden geliefert. Als um 9.45 Uhr alles steht und angeschlossen ist, kann ich gerade noch rechtzeitig meinen Frisörtermin wahrnehmen. 
Bereits da bemerke ich nerviges Stechen in der Magengegend, die ich ignoriere, der Zeitplan muss dringend eingehalten werden. Zuhause ziehe ich mich schell um und lege etwas Makeup auf. Als Mutter will ich für diesen ganz besonderern Tag angemessen gekleidet sein - tatsächlich fühle mich aber in den eigentlich bequemen Kleidungsstücken und Schuhen nicht wohl. Als ich dann um 12.27 Uhr mit dem Tochterkind in der Bahn sitze, komme ich ein wenig zur Ruhe,  die Kopfschmerzen sind dank Schmerzmittel verdrängt, das Magendrücken bleibt. Außerdem bin ich nervös. Im Kölner Hauptbahnhof treffen wir auf unsere Männer, alle fein herausgeputzt in Anzug  und Krawatte. Am Breslauer Platz nehmen wir noch einen Snack zu uns und ich kaufe mir eine Flasche Stilles Mineralwasser.

Noch einmal durch den Bahnhof, wir treffen Bekannte, die auch zur Weihe wollen, und steigen die vielen Stufen zur Domplatte hinauf. Der Einlass in den Dom ist eine Stunde vor der Weihe, um 15.00 Uhr, wir haben ja unsere Sitzplatzkarten, vier Plätze in der zweiten Reihe vorne rechts.

Der Dom ist komplett voll und beim Durchschreiten entdecke ich einige Freunde, Bekannte und Verwandte. Rechts im Dom sitzt der eigenes für die Priesterweihe gegründete Projektchor, hier aus meiner Heimat, rund 90 Frauen und Männer. Ich sehe den Chorleiter, ein ruhiger Mann, der sicherlich seine äußere Nervosität nicht nach außen zeigt.
Auch ich werde etwas entspannter. Vorne im Chorraum spricht der Spiritual des Erzbischöfflichen Priesterseminars, Prälat Josef Sauerborn, ins Mikrofon und erklärt den Ablauf und Hintergründe der Weihe.

Um 16.00 Uhr beginnt die Priesterweihe. Die große Orgel ertönt und eröffnet die Liturgie mit pompösen und feierlichen Klängen.  Eine schier endlose Schar Messdiener, Priester und Bischöfe kommen aus der Sakristei und gehen durch den Dom. Die neun Diakone, schlicht in weiß gekleidet, halten brennende Kerzen in den Händen. Der Kardinal bildet das Schlusslicht. Nach einer Weile kommt  mein Sohn durch das Mittelschiff und wirft mir einen kurzen Blick zu "jetzt wird alles gut" - da atme ich augenblicklich leichter und bin ruhiger. Der Chor singt wunderschön, ich kann es genießen. 

Die Weihezeremonie beginnt nach der Predigt. Dazu treten die Kandidaten einzeln vor den Kardinal. Sie geben ein Versprechen ab, dessen Wortlaut in einem Buch steht. Die Gemeinde ruft die Heiligen an, während die Priesterkandidaten auf dem Boden liegen. Sie sollen sich vor Gott klein machen. 










Die Priesterweihe hat folgende Gliederung: Aufruf der Kandidaten, Ansprache des Bischofs zu den Aufgaben des Priesters, Gehorsamsversprechen, Herabrufung des heiligen Geistes in der Allerheiligenlitanei, Handauflegung des Bischofs und aller anwesenden Priester sowie das Weihegebet. Zu den  »ausdeutenden Zeichen« im Weiheritus gehören das Anlegen der priesterlichen Gewänder, die Übergabe der Hände in die Hände des Bischofs, die Überreichung von Kelch und Patene (Hostienschale) sowie der Friedensgruß. 
Die heilige Messe konzelebrieren die Neupriester dann mit dem Bischof.
Die Handauflegung dauert ganz schön lange! In eine Reihe knien die Kandidaten und viele Bischöfe und noch viel mehr Priester schreiten an ihnen vorbei legen einzeln die Hände auf.
Ich versuche mitzuzählen, irgendwann gebe ich auf, da waren es bereits über 70... und noch kein Ende in Sicht. Gefühlt hat die Handauflegung 30 Minuten gedauert, ich glaube, ich liege auch so nicht falsch mit der Dauer. Wunderbare Gesänge und Orgelspiel untermalen die Zeremonie, besonders "Gottes grenzenlose Liebe" von Robert Jones gefällt mir sehr. 

Danach sind die neun jungen Männer nun zum Priester geweiht. Zum ersten Mal dürfen sie die Hostien wandeln und die Kommunion austeilen.  Während der Kommunion singt der Chor, wieder verstärkt durch acht Bläser, einmalig schön klingt diese musikalische Untermalung.   
Nach dem Segen und dem feierlichen Auszug ist die Priesterweihe vorbei. Drei Stunden sind vergangen. Nicht eine Minute abgeschweift und feierlich ergriffengehen wir nach draußen. Viele Menschen sind auf der Domplatte und warten auf die frischgebackenen Neupriester..ich freue mich sehr, als ich auf den Kardinal treffe und kurze Zeit später meinen Michael in die Arme schließen kann! 








Es war ein aufregender Tag, dieser Freitag, der 23. Juni!

Wir haben noch im kleinen Kreis im erzbischöflichen PriesterseminarKreis den  ausklingen lassen. Auch wenn ich hier glücklich und gelöst wirke, das Magendrücken war erst am kommenden Tag verschwunden - zu sehr war doch die Anspannung.

Die Bilder der Weihe sind von mir runtergeladen und hier eingefügt. 
Hier auf der Seite von Domradio.de *klick hier* kann man sich außerdem das Video von der Priesterweihe anschauen!