Freitag, 8. Juli 2016

Eine ungewöhnliche Liebesgeschichte

... erzähle ich euch. 
Zur Zeit bekomme ich jeden Morgen tierischen Besuch - ein junger Pfau sieht sich erst in meinem Garten um, stolziert über die beiden Kieswege, guckt sich überall um und lässt seine Schreie erklingen. Das hört sich an wie ein lautes "Miau". Er will wohl sagen: "Hallo, ich bin da!"

Dann stolziert er über die Rasenfläche zu seinem Ziel...
... der Hühnerparke (sagt man das in anderen Regionen auch für Gehege?) Einer meiner Mieter hält dort so einiges an Federvieh, davon werde ich auch mal berichten.
Dort angekommen, hält er Ausschau nach seiner Angebeteten, einem Perlhuhn namens Pünktchen.
Pünktchen erwartet ihn und durch die Maschen des Zaunes schauen sie sich an... manchmal setzt sie ihr 10 Minuten andauerndes "Geknatter" ab. Der junge Pfau umrundet das Gehege und versucht von allen Seiten in die Hühnerparke zu gelangen... hat allerdings Pech. 

Pünktchen geht natürlich an jede Seite und schmachtet ihn an..
Schade, das gibt nix mit ihrer Liebe.
Der Pfauenjüngling bleibt allerdings hartnäckig. Jeden Morgen kommt er wieder und versucht es auf's Neue...
er bleibt oft stundenlang bis er die 300 m nach Hause fliegt. Er lebt dort ganz idyllisch mit anderem Federvieh auf einem Pferdehof.

Pünktchen ist übrigens eine junge Witwe, ihr Hühnergatte lag eines Morgens ermordert im Gehege... seitdem hat mein Mieter einen Hochsicherheitstrakt aus dem Gehege gemacht. Davon werde ich auch mal berichten und über die Tiere, die er sich dort hält.

Bis dahin ein schönes Wochenende. Hier im Rheinland sieht es auch heute wieder nach einem feinen Sommertag aus.






Kommentare:

  1. Das ist ja herzallerliebst liebe Marita. Für das Perlhuhn natürlich traurig, den Partner verloren zu haben.

    Wünsche Dir ein schönes Wochenende.

    Liebe Grüße Sabine

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  2. Ach wie schön, so eine tragisch schöne Liebesgeschichte. Sie konnten einfach nicht zueinander finden...
    Liebes Grüßle und ein schönes Wochenende wünsche ich Dir.
    Gudrun :) von Lebens ~ Baustellen

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  3. Eine ungewöhnliche und nur durch den Zaun gelebte Liebe. So traurig und dennoch schön.

    Hab ein schönes Wochenende und liebe Grüsse

    N☼va

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  4. Ach wie goldig ist das. Schöne Fotos Marita :)
    Wünsche ein wunderschönes Wochenende, liebe Grüße Tina

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  5. Das ist ja herzzerreißend, liebe Marita.
    So ein wunderschönes Tier. Wundervoll solch einen Besuch im Garten zu haben :)
    Allerliebste Grüße, ,
    Kama

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  6. Hallo Marita,
    man sollte meinen, dass Pfauen und Perlhühner nicht viel gemeinsam haben, allein schon die Geräusche sind doch sehr unterschiedlich. Aber die beiden zeigen, dass Gegensätze sich anziehen.
    Pfauenbesuch hätte ich ja auch gern im Garten!
    VG
    Elke

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  7. oh je, was für eine tragische liebesgeschichte... ob sie doch noch mal zueinander kommen?
    herzlichste grüße & wünsche an dich :-)
    amy

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  8. Liebe Marita,
    Was für eine schöne Geschichte ...
    Einen entzückenden Gast hast Du da bei Dir im Garten.
    Da kann man das Pünktchen schon verstehen, bei dem Prachtkerl :-)
    Meinem Hühnerpost kannst Du übrigens gerne verlinken, Dankeschön.
    Herzliche Grüße,
    Sabine

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  9. Liebe Marita,
    danke für deinen schönen Kommentar, da habe ich mich gleich aufgemacht....und gemerkt, dass ich schon mal vor längerer Zeit hier war, dich aber wieder aus den Augen verloren habe. Jetzt habe ich mich sozusagen verankert...
    Die Pfauenbalzerei ist schon ein Spektakel für sich. Ich musste mal mit der Enkelin über Stunden beobachten auf dem Glessener Mühlenhof, da waren die allerdings ohne Hochsicherheitstrakt (:-D).
    Bon week-end!
    Astrid

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  10. Na sowas! Ist ja süß!
    Wir hatten vor vielen Jahren in unserem Schulgarten mal ein Pfauen-Pärchen. Den Pfau habe ich seinerzeit radschlagen sehen, das war ein ganz herrlicher Eindruck!

    Hach, da hast Du ihn aber gut getroffen, liebe Marita - dieser Ausdruck! :-) Zu schön!
    Hühnerparke habe ich noch nie gehört. ;-) Und daß der Pfau ein Perlhuhn verehrt, ist ja putzig. :-) In unserem Dorf gibts übrigens auch Perlhühner, nur einen Pfau habe ich hier noch nie gesehen. :-)
    Wer weiß, was bei den Beiden herauskäme, ein Pfauen-Perlhühnchen. :-)

    Danke auch für Deinen Kommentar zum Grüßen. Ich vermute, es gibt heute viele soziale Ängste, dazu kommen in jüngerer Zeit noch andere Ängste im Zusammenhang mit unvermittelten Attacken - so etwas prägt die Menschen - insgesamt ist das Problem des mangelnden oder unwilligen Grüßens aber schon ein längerer Prozeß, den man hier seit ca. den 80er Jahren beobachten kann.

    Liebe Grüße
    Sara

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